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Schwertlilie
Du Lilie, die schon oft ich sah In Träumen, kußgebannt, Doch ohne Antlitz - es geschah - Ich habe dich erkannt.
Nicht Kunst, nicht deiner Grüße Brot Verkündeten von dir - Erst deiner Wangen Morgenrot Erweckten dich in mir.
Du siehst in mir den Abendstern Und ich in dir das Licht Des Ostens. Meiner Sinne Kern Wird Samen und Gesicht.
Ich kenne deinen Namen jetzt, Ich habe dich erspäht, Ich weiß, wo sonnenglut-benetzt, Das Haus der Liebe steht.
Du lebst, wo Wunder wirklich sind, Und lockst mit Lilienhand - Ich reite auf dem Steppenwind Zu dir, nach Samarkand.
Und fließt mein Blut, und falle ich Auf irrer Fahrt - mir gleich! Ich gürte wie ein Ritter mich Fürs morgenrote Reich.
Zu dir, zu dir - ich fliege schon, Geschmückt von Blitzen, fahl; Ich bin des Windes liebster Sohn Und unser ist der Gral.
für Koschka |
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