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Tauchfahrt
Jung ist der Tag und mit braunen Matrosen Steigen ins Boot wir, noch klamm Hängen die Segel am Mastbaum in losen Schleifen und kreisen wie Möwen am großen Himmel von Marsa-Alam.
Frisch wehen Brisen, wir lauschen den Wellen, Duft webt von Sisha und Tee. Trägt uns der Wind zu des Orients Quellen? Mag unser Boot auch an Riffen zerschellen - Wir stechen heiter in See.
Schnell geht die Fahrt voran, einzig die Planken Trennen uns, meersalzverziert, Von jenem Schoße, den Märchen umranken Der nachts bei Flut, leicht, wie schöne Gedanken, Ambra und Perlmutt gebiert.
Kein Hafen ruft. Nur noch Sonnengefieder Streift uns, das Sindbad schon sah, Flimmert vorm Auge uns, tanzt auf und nieder. In allen Dingen spiegelt sich wider, Golden, das Antlitz von Ra.
Sänge verheißener Ferne erklingen. Männer, vom Wetter verbrannt, Schulter an Schulter uns enger umringen - Und wir beginnen mit ihnen zu singen, Von ihren Liedern gebannt.
Flöte und Tabla und Zymbel bereiten Rauschendes Fest um uns her - Frei und vermählt mit dem Herz der Gezeiten, Stehen an schwankender Reling und gleiten Wir übers tanzende Meer.
Wind küßt die Stirn uns, gebietet zu Eile, Vorm Bug entsteigen dem Schaum Fliegender Fische verzuckende Pfeile, Schwirren voraus unserm Boot manche Meile, In den ägyptischen Traum. |
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