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Sommersehnsucht
Es war im Sommer, Mohn im Blut Mir blühte, mein Blick trüber Schon wurde, als mit buntem Hut Ein Reiter flog vorüber.
Froh blickte ich zu ihm hinauf, Sein Anblick mich verzückte; Schön war er! Seinen Sattelknauf Die Blaue Blume schmückte.
Er grüßte mich und ich zurück Ihm winkte, jung und heiter, Und als ich fühlte Jugendglück, Ritt lachend er schon weiter.
Ich lief ihm nach, doch er war nicht Zu sehen auf den Fluren Der Jahre. Jetzt, im Herbsteslicht, Verwehen seine Spuren.
Nur manchmal noch im Schlaf ich weiß, Daß ich ihn finden werde, Wenn auch ist meiner Spuren Kreis Bedeckt vom Staub der Erde.
Dann werde wach ich, bin betäubt Vom Glück, derweil in frommer Gestalt ein jeder Wunsch zerstäubt Vor Sehnsucht nach dem Sommer. |
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