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Schwarzspechtlist
Wieder hält der Wald gefangen Deine Sehnsucht, dein Gesicht, Und du pilgerst voll Verlangen In das junge Abendlicht.
Sonnengold tropft ungestaltet Von den Blättern; Schatten und Träume tanzen, Wirrsal waltet Auch auf deiner Augen Grund.
Diesen Weg kennst du seit Wochen. Hat er je gegabelt sich? Schon lockt eines Spechtes Pochen Auf die neue Fährte dich.
Weiter gehst du. Längst das Dämmern Dich umweht mit seinem Bann, Dann entdeckst du ihn beim Hämmern, Schleichst dich leise duckend an.
Kohlenschwarz, mit Mohnperücke, Sitzt auf Borke er und sieht Dich, mit Argwohn und der Tücke Eines Waldschrats an und flieht.
Näher springst du, willst umrunden Schnell die Stelle Kreis für Kreis, Doch er bleibt dem Blick entschwunden Auf des Zwielichtes Geheiß.
Und du willst dich noch versichern, Ob er sich am Stamm festkrallt, Aber nur ein fernes Kichern Hörst du, das dämonisch hallt.
Wipfel raunen, Zweige krachen, Tiergeflüster dich umschwirrt, Und das Kichern schwillt zum Lachen - Du hast dich im Wald verirrt! |
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