|
Gewißheit
Du hast den Gott verloren, Vor dem du dich verneigst. Hast du ihm abgeschworen? Du stehst am Meer und schweigst.
Die Welt in deinem Rücken Bedeutet dir nichts mehr, Ihr Locken und Verzücken Sind Bilder, stumm und leer.
Dein Blick, verirrt im roten Gespinst des Abendlichts, Sucht nach dem Traum der Goten, Am Ufer des Verzichts.
Wo ragen Thules weiße Gestade steil empor? Die Muschel sagts dir leise, Hältst du sie an dein Ohr;
Dort, wo die Goten schlafen, Auf speerumzäunten Hain, Wird auch ein letzter Hafen Für deine Unrast sein.
Laß ab von Welt und Hoffen, Vergiß der Sinne Joch, Die Pforten Thules, offen, Sie harren deiner noch.
Wer träumend, später Blüte Ergeben, sich fliegt frei, Dem öffnet sich die Mythe, Wo immer sie auch sei. |
 |
|
|