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Ostaras Kuß
Dunkel, noch vom Mondlicht trunken, Noch vom Schattenrausch verzückt, Noch in Ahnungen versunken, Träumt der Teich, der Nacht entrückt.
Übers trübe Wasser neigen Sich des Schilfes Halme und Nur der Molche Hochzeitsreigen Leuchtet auf dem fahlen Grund;
Ihr geheimes, leises Regen Bricht den winterlichen Bann, Daß der Morgensonne Segen Seine Kraft entfalten kann!
Endlich! nach des Winters Schweigen, Nun das Jahr beginnen muß, Vogellieder tönend steigen, Strömen in des Lichtes Fluß.
Herden junger Wolkenpferde Jagen südwärts auf der Flur Blauer Weiden und die Erde Dampft von ihrer Funkenspur
Sanft gezeichnet. Blütenschimmer, Zaghaft prunkend, perlmuttbleich, Frühster Stunde Goldgeflimmer, Spiegeln wider sich im Teich.
Von dem Grat des Ufersaumes, Zu des Schilfrohrs schwankem Kiel Tanzt, im Spiegel seines Traumes, Aller Lüste Farbenspiel
Und lebendig, hinter Schlehen, Über feuchtem Moos, versteckt, Alte Bilder auferstehen, Von Ostaras Kuß erweckt.
Selig schimmernd, frühlingstrunken, Still, vom Sonnenrausch verzückt, Tief im Schoß der Zeit versunken, Träumt der Teich, dem Tag entrückt.
für Waldteufel |
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