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Python starb! und wo sein Blut In des Styxes Schattenflut Giftig schäumend sich ergoß, Unser Traum der Nacht entsproß.
Dort umarmten wir den Tod! Unserer Gedanken Lot Senkten wir berauscht in sein Uferloses Meer hinein,
Wurden Schläfer, wurden Staub, Wurden seiner Fänge Raub, Sanken tief in seinen Schoß, Wurden, gleich ihm, schicksallos.
Früh erblindet und erstarrt, Noch von Hoffnungen genarrt, Glaubten wir an Wiederkehr, Sanken tiefer, wehmutsschwer,
Nur der Traum, in stummer Not, Uns geheime Obhut bot. Jeder Tag, der uns umwarb, Wurde Abend und erstarb,
Wurde Traum im Traum, der spät Heilsam unser Haupt umweht. Später Traum! wir folgten dir, Letzte, seligste Begier
Wecktest du. Verheißungsvoll Trat in deinen Kreis Apoll, Spannte seinen Bogen und Zielte lächelnd, tat uns kund;
"Ihr! mit Nacht und Traum vermählt, Weicht nicht! ihr seid auserwählt; Wenn mein Pfeil, das Licht der Welt, Sirrend von der Sehne schnellt,
Eure wunde Brust durchschlägt; Er euch durch die Zeiten trägt. Wenn er euer Herz erreicht Strömt ihr heimwärts, lilienleicht
Schwebend, eurer Nacht verdingt. Und ihr werdet, wenn ihr trinkt Meiner Flamme hellen Wein Eures Traumes Jünger sein."
Später Traum, zur Nacht gesandt, Dein ergrautes Sagenland Wurde in den Flammen jung. Pforten der Erinnerung
Öffnen sich; wir kehren ein... Wissend, daß der Weisen Stein Nur ein toter Kiesel ist, Sterne grüßend, ohne Frist,
Wandeln wir von Traum zu Traum An des Styxes Ufersaum. Mohn, von Göttern ungepflückt, Blühend alle Wege schmückt,
Duftet lockend, rot entflammt Auf der Nächte dunklem Samt Und wir flechten ihn ins Haar, Schreiten weiter Jahr um Jahr,
Bis, was lebend wir geliebt, Still verlodert und zerstiebt, Bis der alten Namen Klang Dumpf verhallt im Untergang.
Ohne eines Wunsches Last Atmen wir, der Traum verblaßt In der Nächte leeren Raum. Und wir werden selbst ein Traum.
Wir, wenn unser Weg zerrinnt, Falter, Falken, Drachen sind, Kreisen um den Mondopal Über welterlöstem Tal. |
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