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Pressestimmen |
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BARDITUS |
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BARDITUS "Die letzten Goten" Ikonen - Magazin |
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Mit schicksalschweren Klängen beginnt diese vielschichtige Geschichtsaufarbeitung des deutschen Folk/Neoklassik-Projektes BARDITUS. Dunkle Fanfaren künden vom Untergang eines Volkes - wir erfahren vom Drama der 'letzten Goten'. Gleich das zweite Stücke stimmt ein mit einer kulturpessimistischen Klage von Eichendorffs: "O könnt ich mich niederlegen / Weit in den tiefsten Wald..."
Mit finsterer, prägnanter Stimme werden diese melancholischen Zeilen vorgetragen, untermalt von orchestralen Akzenten und akustischer Melodie. Das Titelstück verarbeitet einen Text von Felix Dahn ("Kampf um Rom"), der mit fast hymnischer Besetzung vor- getragen wird: "Wir kommen her, gebt Raum dem Schritt / Aus Romas falschen Toren, / Wir tragen nur den König mit; / Die Krone ging verloren." Unter den neuen deutschen Folkprojekten wurde kaum je der beklemmende Pathos dieser Darbietung erreicht - eine eindrucksvolle Leistung.
Die beiden abschließenden Lieder "Herrentod 1919" (von Brincken) und "Gehörnter Freund" (Scardanelli) bedienen sich wiederum eines erweiterten Spektrums: hier wird der Gesang teilweise schräger und aggressiver, dämonisch fast. Nr. 5 beginnt zudem mit einem nordischen Schamanengesang, für den eine vibrierende Kopfstimme spezifisch ist.
Geschichtsaufarbeitung in Form neoklassischer und folkiger Musik wird nicht jedermanns Sache sein, zeitgemäß ist dieses Werk schon gar nicht. Auch bleibt offen, welche Asso- ziationsfelder sich dem geneigten Hörer angesichts des Thema erschließen: haben wir es mit einer gegenwartbezogenen Parabel zu tun, geht es um eine Klage angesichts 'ver- lorener Identität' - oder bietet "Die letzten Goten" eskapistische Mythisierung? Diese CD ist nicht einfach - sich ihrem rückhaltlosen Pathos zu entziehen fällt schwer. Wer also für kontroverse und unbequeme Musik offen ist, könnte hier einen Ansatz finden... MaNic |
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BARDITUS "Schwarzer Heiland" schwarzmetall.ch |
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Wenn man „die letzten Goten“ als eine Huldigung an menschliche Größe begreifen möchte ist „Schwarzer Heiland“ die Götterdämmerung welche die bisherige Welt in Flammen aufgehen lässt. Agiert man auf dem Debüt noch (neo)folkig bis hymnisch, ist auf dem neuesten Streich von Barditus Schwarzmetall die Maxime.
So erkennt man die deutlich andere Richtung schon beim ersten Stück „Bei Wolfsmond“. Deutlich tritt Ruben Schmitts Gittarrenspiel (Exorial) in Erscheinung. Es geht also roher und brutaler vor sich. Aber auch das hymnische Element kommt nicht zu kurz und wird in diesem Stück durch Geflüster unterstützt, welches sich nach einiger Zeit in Noltes cha- rakteristischen Schreigesang wandelt. Klingen die Vokals vieler BM Bands mitunter aus- tauschbar und ausgenudelt, bietet sich hier eine faszinierende Alternative. Doch gefällt mir es gut. Textlich bewegt man sich wie erwähnt auf der archetypischen Fährte der Götterdämmerung, Oskorei, Wilden Jagd und dem Mann im Wolf.
Jung hätte sicherlich seine helle Freude gehabt, erschafft man doch mit relativ spar- tanischen Mitteln wölfische Kunst. Es wird oft debattiert worin im Black Metal die große Faszination, ja dessen Wesen begründet ist, meiner Meinung nach in diesem und anderen Werken. Werke die das was tief in jedem von uns schlummert mit archaischer Wucht her- vorpressen... Doch bevor ich mich in pathetischen Lobeshymnen ergehe, weiter im Text. Das nächste Stück „Schwarzer Heiland“ beginnt mit dem schamanischen Kehlkopfgesang denn ich schon von der Vorgängerscheibe her kenne. Interessant klingt er ohne Frage.
Das Lied im Ganzen betrachtet weckt Assoziationen hinsichtlich der Verzweiflung im Ange- sicht der Endzeit und dem Zustand der gottlosen Welt. Ich denke hier mit antichristlichen Stereotypen argumentieren zu wollen würde dem Stück, ja dem Album nicht gerecht werden. Es lohnt sich vielleicht hinter die Zeilen zu blicken.
„Oskorei“ hat Hitcharakter dadurch, dass man den mitreißenden Text relativ gut mitsingen kann ,wer also ein Lied braucht um sich in die richtige Kampfstimmung respektive Ber- serkerwut zu versetzen ist hiermit gut beraten. Das ganze ist recht gut unterlegt mit Kampf- und Gewittersamples. Bei „Nichts als Staub“ gibt es erst mal untypischerweise reichlich Essig auf die Fresse. Brauchen die anderen Stücke erst ein wenig Zeit, um sich zu entwickeln, drischt das angesprochene Stück sofort drauflos, höchstes Aggressivitätslevel.
Fast möchte man meinen, dass hier Rubens Einfluss deutlich zu Tage tritt. Erneut wird einem die eigene Nichtigkeit als bloßes Teil des Ganzen vor Augen geführt. Hervor- zuheben sind ebenfalls die ganz hervorragenden Texte, man merkt Uwe doch seine Erfahrung mit gehobener Lyrik an. Hierbei finde ich recht positiv, dass ausschließlich eigene Texte Verwendung finden. Diese brauchen sich sicherlich nicht hinter etwaigen Vorbildern zu verstecken. Zu guter Letzt das für mich genialste Stück auf der CD, „Weltpurgatorium“. Es beginnt mit getragenem sakralen Gesang bis im wahrsten Sinne des Wortes das Inferno losbricht. Einfach nur geil mir fehlen die Worte hörts euch selbst an! Mir hat sich die Parole „Feuer Frei“ eingebrannt.
Wer in der heutigen Musiklandschaft nach Innovationen und frischen Blut giert sollte sich an Barditus heranwagen. Denn trotz der kurzen Spielzeit (knapp 22 Minuten) bekommt man einiges geboten. Wie Uwe mir mitteilte befinden sich Barditus derzeit im Studio um die dritte Langgrille zu produzieren. Ich bin sehr gespannt und freue mich drauf! Mir bleibt bei dieser Veröffentlichung nichts als die volle Zahl Öcken zu vergeben. Bitte mehr davon! |
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BARDITUS "Schwarzer Heiland" schwarzmetall.ch |
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Wenn man „die letzten Goten“ als eine Huldigung an menschliche Größe begreifen möchte ist „Schwarzer Heiland“ die Götterdämmerung welche die bisherige Welt in Flammen aufgehen lässt. Agiert man auf dem Debüt noch (neo)folkig bis hymnisch, ist auf dem neuesten Streich von Barditus Schwarzmetall die Maxime.
So erkennt man die deutlich andere Richtung schon beim ersten Stück „Bei Wolfsmond“. Deutlich tritt Ruben Schmitts Gittarrenspiel (Exorial) in Erscheinung. Es geht also roher und brutaler vor sich. Aber auch das hymnische Element kommt nicht zu kurz und wird in diesem Stück durch Geflüster unterstützt, welches sich nach einiger Zeit in Noltes cha- rakteristischen Schreigesang wandelt. Klingen die Vokals vieler BM Bands mitunter aus- tauschbar und ausgenudelt, bietet sich hier eine faszinierende Alternative. Doch gefällt mir es gut. Textlich bewegt man sich wie erwähnt auf der archetypischen Fährte der Götterdämmerung, Oskorei, Wilden Jagd und dem Mann im Wolf.
Jung hätte sicherlich seine helle Freude gehabt, erschafft man doch mit relativ spar- tanischen Mitteln wölfische Kunst. Es wird oft debattiert worin im Black Metal die große Faszination, ja dessen Wesen begründet ist, meiner Meinung nach in diesem und anderen Werken. Werke die das was tief in jedem von uns schlummert mit archaischer Wucht her- vorpressen... Doch bevor ich mich in pathetischen Lobeshymnen ergehe, weiter im Text. Das nächste Stück „Schwarzer Heiland“ beginnt mit dem schamanischen Kehlkopfgesang denn ich schon von der Vorgängerscheibe her kenne. Interessant klingt er ohne Frage.
Das Lied im Ganzen betrachtet weckt Assoziationen hinsichtlich der Verzweiflung im Ange- sicht der Endzeit und dem Zustand der gottlosen Welt. Ich denke hier mit antichristlichen Stereotypen argumentieren zu wollen würde dem Stück, ja dem Album nicht gerecht werden. Es lohnt sich vielleicht hinter die Zeilen zu blicken.
„Oskorei“ hat Hitcharakter dadurch, dass man den mitreißenden Text relativ gut mitsingen kann ,wer also ein Lied braucht um sich in die richtige Kampfstimmung respektive Ber- serkerwut zu versetzen ist hiermit gut beraten. Das ganze ist recht gut unterlegt mit Kampf- und Gewittersamples. Bei „Nichts als Staub“ gibt es erst mal untypischerweise reichlich Essig auf die Fresse. Brauchen die anderen Stücke erst ein wenig Zeit, um sich zu entwickeln, drischt das angesprochene Stück sofort drauflos, höchstes Aggressivitätslevel.
Fast möchte man meinen, dass hier Rubens Einfluss deutlich zu Tage tritt. Erneut wird einem die eigene Nichtigkeit als bloßes Teil des Ganzen vor Augen geführt. Hervor- zuheben sind ebenfalls die ganz hervorragenden Texte, man merkt Uwe doch seine Erfahrung mit gehobener Lyrik an. Hierbei finde ich recht positiv, dass ausschließlich eigene Texte Verwendung finden. Diese brauchen sich sicherlich nicht hinter etwaigen Vorbildern zu verstecken. Zu guter Letzt das für mich genialste Stück auf der CD, „Weltpurgatorium“. Es beginnt mit getragenem sakralen Gesang bis im wahrsten Sinne des Wortes das Inferno losbricht. Einfach nur geil mir fehlen die Worte hörts euch selbst an! Mir hat sich die Parole „Feuer Frei“ eingebrannt.
Wer in der heutigen Musiklandschaft nach Innovationen und frischen Blut giert sollte sich an Barditus heranwagen. Denn trotz der kurzen Spielzeit (knapp 22 Minuten) bekommt man einiges geboten. Wie Uwe mir mitteilte befinden sich Barditus derzeit im Studio um die dritte Langgrille zu produzieren. Ich bin sehr gespannt und freue mich drauf! Mir bleibt bei dieser Veröffentlichung nichts als die volle Zahl Öcken zu vergeben. Bitte mehr davon! |
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BARDITUS "Die letzten Goten" schwarzmetall.ch |
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Nachdem ich mit Uwe Nolte (u.a. Orplid, Rückgrat, Sonnentau) ein Interview hier auf Schwarzmetall geführt habe, ist es an der Zeit auch beide Barditus Veröffentlichungen zu rezensieren und sie der Schwarzmetall-Leserschaft zugänglich zu machen. Waren Andreas Arndt (Sonnentau) und Uwe Nolte bisher in der Neofolk Szene tätig (mit Ausnahme des metallischen Projekts Rückgrat) wagt man mit Barditus nun eine Reise zu neuen Ufern.
Während „Schwarzer Heiland“ (Rezension ebenfalls auf Schwarzmetall) klar in schwarz- metallische Gefilde driftet, bietet das Debüt „Die letzten Goten“ epischen (Neo)Folk der Orplid Fans sicherlich gefallen wird. Der Kreis der BM-Hörer die Gefallen an folkloris- tischen Klängen hat wird ja beständig größer. Dies zeigt sich nicht zuletzt an Gruppen wie Fornost, welche sich nicht scheuen sich beispielsweise an „Death In June“, zu wagen. Parallelen zwischen beiden Szenen gibt es darüber hinaus sicherlich einige. Wozu nicht zuletzt die Antifa- Stigmatisierung zählt. Aber letztendlich geht es um die Musik, welche sich lohnt auch über den Tellerand der eigenen Szene zu spähen.
Inhaltlich wagt man sich auf „Die letzten Goten“ an gehobene Lyrik (Eichendorff, Dahn u.a.) und interpretiert diese auf eigene und interessante Art und Weise. So wird bei der Betrachtung der Texte deutlich, dass man sich an einem Heldenideal orientiert, welches heutzutage wahrlich selten zu Tage tritt. Darüber hinaus bieten die ausgewählten Werke viel Raum für eigene Interpretation und regen zum Nachdenken an.
Die Scheibe wird durch das Stück „Holmgang“ eingeleitet. Man fühlt sich an eine Opern- aufführung erinnert was durch die epische Instrumentalisierung unterstützt wird. Die Vorstellung eines Holmgangs wird durch Schwertklirren unterstrichen was sehr stimmig wirkt. Wenn man bedenkt was bei anderen Bands als Intro herhalten muss hat man hier eine Lösung gefunden die sehr zu gefallen weiß. Es ist schwierig bestimmte Stücke herauszugreifen da jedes einen ganz eigenen Rhythmus und Charakter besitzt.
Deswegen ist es vielleicht sinnvoll wenn jedes Stück gesondert betrachtet wird. So ist „Klage“ beispielsweise die Vertonung eines Gedichts von dem Romantiker schlechthin, Josef Freiherr von Eichendorff. Inhaltlich geht es in dem Gedicht um die Verdummung und Verwahrlosung der Gesellschaft, kurz das Hoffen auf eine größere lebenswertere Zeit. Gefühle die ich persönlich gut nachvollziehen kann und sicherlich so oder so ähnlich viele Hörer von Black Metal empfinden. Das ganze wird in besinnlichem Neofolk vorgetragen und entwickelt sich nach einigen Hördurchläufen zum absoluten Ohrwurm den man so schnell nicht wieder los wird.
„Die Letzten Goten“ das Titelstück des Albums handelt inhaltlich von dem letzten König der Goten Teja und dessen Tod bei der letzten Schlacht dieses Volkes im Jahre 553 gegen die Römer. So soll nach dem Tod des Königs der Feldherr Narses gesagt haben: „Mein ward der Sieg, ihm aber gebührt der Lorbeer!“. So wird auch hier ein Menschenideal beschworen, welches sich über weltliche Nichtigkeiten hinwegsetzt und den Weg zur wahren Größe weist.
Das Lied wird mit Trommeln und epischer Musik eingeleitet und als dann der Gesang der „Letzten Goten“ einsetzt, die ihren König zu Grabe tragen, wird man als Hörer von einer Gänsehaut gepackt die das ganze Stück anhält. Eine deftige Gänsehaut bekommt man auch bei „Herrentod 1919“, wobei hier eher der geniale Text von Getrud v. d. Brincken verantwortlich ist. So geht es hierbei um Knechte die ihren Herrn zum Sterben treiben, dieser bleibt aber standhaft und lässt sich nicht brechen. Unterlegt wird der Todesmarsch mit bedrohlichem Trommeln und dem Gesang Uwe Noltes.
Am letzten Stück werden sich die Geister scheiden. „Gehörnter Freund“ beginnt mit Wolfs- heulen und schamanischem Kehlkopfgesang(?) welcher den ersten Merseburger Zauber- spruch intoniert. Bei dem ersten Zauberspruch handelt es sich um einen „Lösesegen“ der Gefangene aus ihren Fesseln befreien soll. Das Ganze besitzt einen rituellen Charakter den ich schlichtweg genial finde. Der eigentliche Text der dann mit Uwes eigentümlichen Schreigesang vorgetragen wird stammt von Scardanelli und behandelt einen Absinth- rausch der in eine „Hassorgie“ mündet. Sehr beeindruckend, verlässt man doch hiermit die folkloristische Richtung und nähert sich dem Schwarzmetall an. Sehr beeindruckend, wird doch hier der Weg zu dem folgenden Album „Schwarzer Heiland“ gewiesen.
Ich bin richtiggehend begeistert was Arndt und Nolte hier abgeliefert haben! Einen kleinen Kritikpunkt gibt es aber doch, und zwar die Zeit. 22 Minuten sind nicht eben viel wo bei anderen Scheiben allerdings nach dem dreifachen der Zeit gepflegte Langeweile vor- herrscht gibt es bei Barditus einiges zu entdecken, langweilig wird es also nicht so schnell. Leuten die noch nie etwas mit Neofolk etc. anfangen konnten, sei allerdings ein Besuch auf www.noltex.de empfohlen und ein Reinhören in die Samples. |
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BARDITUS "Die letzten Goten" Black - Magazin |
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UWE NOLTE, seines Zeichens geistiger Kopf von ORPLID und SONNENTAU, hat nun mit BARDITUS ein weiteres Projekt auf den Weg gebracht, welches mit dieser EPCD im Digipack eindrucksvoll debütiert. Unterstützung findet er dabei durch ANDREAS ARNDT und weiteren nicht genannten Gastmusikern und Weggefährten. Musikalisch geht es auf "Die letzten Goten" wesentlich martialischer und symphonischer als erwartet zu, wobei ich allerdings nicht einzuschätzen vermag, was hier gesampelt oder ehrliche Handarbeit ist.
Dies ist ja letztendlich auch egal, wenn das Ergebnis am Ende stimmt und das ist hier absolut der Fall. Ungewöhnlich für UWE NOLTE (welcher ja als begnadeter Texter bekannt ist) ist, daß er bei 4 Songs auf lyrisches Fremdmaterial zurückgreift und dieses Vorgehen unterliegt dem Konzept des Aufzeigens von menschlichen Schicksalsmomenten, die über sich selbst in der Stunde der Bewährung und Besinnung oder (wie bei „Gehörnter Freund") in Rausch und Ekstase hinausgewachsen sind. Auch wenn ich jetzt völlig daneben liegen sollte, erscheinen mir die verwendeten Texte von EICHENDORFF, FELIX DAHN, SCAR- DANELLI und BRINCKEN aus längst vergangenen Zeiten in ihrer Aussage äußerst aktuell und legen ähnlich wie erst kürzlich der Theaterskandal in Dresden um "Die Weber" den Finger in die blutende Wunde.
Mal aggressiv und dann auch wieder getragen werden verloren gegangene Ideale be- schworen und den Titeltrack kann man getrost als tragische Hymne bezeichnen. Ein weh- mütig stolzer Abglanz glorreicher Epochen, Lieder voller Größe und Leidenschaft mit der Botschaft: Sei der, der Du bist! Jede Note ist ein schwarzer Giftpfeil im Leib des Zeit- geistes und obwohl ich der deutschen Neo Folk-Szene eigentlich nicht viel abgewinnen kann (das hatte ich ja bei FORSETI auch immer gedacht und jetzt mag ich die sehr gern), hat mich BARDITUS damit beeindruckt und mal sehen, was da noch nachkommt... M.Fiebag
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BARDITUS "Schwarzer Heiland" metalstorm.de |
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Die mir vorliegende Mini-CD von BARDITUS befindet sich schon seit Anfang diesen Jahres in meinem Besitz und habe sie auch schon unzählige Male angehört, aber mich bisher zu einem Review nicht hinreißen lassen. Aber das ist eine andere, persönliche Geschichte. Den Namen BARDITUS werden wohl einige Leser vielleicht kennen; er steht für ein recht aktuelles Projekt von Uwe Nolte und Andreas Arndt, zwei musikalischen Aktivisten, die bis- her mit dem Neofolk-Projekt ORPLID für großen Bekanntheitsgrad innerhalb ihrer Szene gesorgt haben. Ich erinnere mich noch an die Tage, an denen ihre EP „Barbarossa“ auf meinem Plattenteller rotierte. Aber nun gut, das ist ja nun auch nicht weiter wichtig.
Falls die Metallköpfe schon befürchten, dass ich hier eine Neofolk-Platte vorstelle, kann ich sie beruhigen. „BARDITUS präsentiert DONNERKEIL“ ist ein weiteres Nebenprojekt, für das Gitarrist Ruben Schmitt ins Boot gezogen wurde. Dieser dürfte eingefleischten Black-Metal-Anhängern noch aus den Zeiten bekannt sein, als er mit unter dem nom de plume Asmodeus seine schwarzmetallische Ein-Mann-Formation EXORIAL am Leben hielt. Den Zweck des Ganzen und wie es zu dieser Partnerschaft kam, werde ich wohl erfahren, wenn ich mir die Kerle in einem hoffentlich bald statt findendem Gespräch vorknöpfe.
Die musikalische Aufteilung bestand daraus, dass sich Ruben sowohl für die gesamte Komposition als auch für das Einspielen der Gitarren verantwortlich zeichnete, während Andreas die übrigen Instrumente und Arrangements unter seinen Fittichen hatte. Uwe erstellte soweit ich es den Angaben entnehmen kann das Konzept der Platte und leitete das Gesangsmartyrium ein.
Musikalisch erinnert die Komposition nicht selten an EXORIAL, was ja auch nicht weiter verwundert und die Gitarrensaiten werden sowohl in episch langsamen und tiefen bis extrem schnellen Riffs malträtiert. Unterstützt wird das akustische Saitengewand von wunderschönen Keyboardmelodien, die je nach Komposition schwermütig und zugleich harmonisch klingen. In den rauen und aggressiven Parts weichen sie dem Geriffel und schnellen Schlagzeugspiel. Hin und wieder tragen die sphärischen Momente mich in jene Zeiten zurück, in denen ich allein und nur von tragender Musik umgeben war.
In der Gesangsleistung von Uwe ist ein sehr markantes und anfänglich gewöhnungsbe- dürftiges Potenzial zu entdecken, das ich in dem Sumpf der einheitlich krächzenden Schwarzweißfratzen so noch nie vernommen haben. Die Stimme wirkt natürlich und nicht künstlich verzerrt und man versteht sogar glasklar jede Textsilbe. Die Verwandtschaft zum Black-Metal-Geschrei liegt in den Art und Weise, wie die Stimme in wahnsinnigen Ausschreien und klagendem Gejammer wechselwütig mündet.
Die Intensivität, die dabei erreicht wird, ist kaum zu übertreffen – unglaublich. Sehr stark entnimmt man das dem Song „Schwarzer Heiland“, der gleichzeitig der Titel dieses Albums ist, wenn die Stimme mit einem Halleffekt unterlegt wird. Sehr stimmungsvoll in diesem Zusammenhang ist auch die knarrende Stimmlage, die einer fremdartigen Be- schwörungsformulierung ähnlich kommt, als sie allein erklingend den Song einleitet und im weiteren Verlauf den Chorus im Hintergrund unterstützt.
Allerdings fehlen auch die charakteristischen Merkmale wie Sampleeinlagen von Schlacht- getümmel und künstlichen Fanfaren nicht. Die Nutzung dessen ist aber alles andere als abgedroschen und sorgt für ein sehr intensives Stück namens „Oskorei“. Ich kann mich auch täuschen, aber die erdrückten Riffs im Hintergrund klingen einigen aus dem EXORIAL Repertoire verdammt ähnlich.
Mein persönliches Lieblingsstück ist allerdings „Nichts als Staub“, welches in seiner Kom- promisslosigkeit, sowohl textlich als auch musikalisch, in die Magengrube schlägt. Selten habe ich den Hass gegenüber der Bedeutungslosigkeit des menschlichen Seins so nieder- schmetternd erlebt. Dieses Stück musste ich mir immer wieder anhören und verausgabte mich dabei erheblich, was in den letzten Jahren kaum bis gar nicht mehr vorkam.
Das Stück „Weltpurgatorium“ verzeichnet, wie sollte es anders sein, den Abschluß dieses hervorragenden Albums. Hier regiert wieder das Midtempo, aber zeigt sich nicht weniger dramatisch wie die vorangehenden Songs. Und mit den Trommelschlägen, die nach den Befehlsrufen „Feuer frei!“ wie Salven aus einer Maschinenpistole wirken, treiben sie mich zum (Glocken-)Schlag zur letzten Stunde. Den Ausklang führen dann Sprechchoräle herbei und dann ist dieser pulverisierende Angriff auf die religiösen und ethischen Werte vorbei. |
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BARDITUS "Schwarzer Heiland" metalstorm.de |
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Die mir vorliegende Mini-CD von BARDITUS befindet sich schon seit Anfang diesen Jahres in meinem Besitz und habe sie auch schon unzählige Male angehört, aber mich bisher zu einem Review nicht hinreißen lassen. Aber das ist eine andere, persönliche Geschichte. Den Namen BARDITUS werden wohl einige Leser vielleicht kennen; er steht für ein recht aktuelles Projekt von Uwe Nolte und Andreas Arndt, zwei musikalischen Aktivisten, die bis- her mit dem Neofolk-Projekt ORPLID für großen Bekanntheitsgrad innerhalb ihrer Szene gesorgt haben. Ich erinnere mich noch an die Tage, an denen ihre EP „Barbarossa“ auf meinem Plattenteller rotierte. Aber nun gut, das ist ja nun auch nicht weiter wichtig.
Falls die Metallköpfe schon befürchten, dass ich hier eine Neofolk-Platte vorstelle, kann ich sie beruhigen. „BARDITUS präsentiert DONNERKEIL“ ist ein weiteres Nebenprojekt, für das Gitarrist Ruben Schmitt ins Boot gezogen wurde. Dieser dürfte eingefleischten Black-Metal-Anhängern noch aus den Zeiten bekannt sein, als er mit unter dem nom de plume Asmodeus seine schwarzmetallische Ein-Mann-Formation EXORIAL am Leben hielt. Den Zweck des Ganzen und wie es zu dieser Partnerschaft kam, werde ich wohl erfahren, wenn ich mir die Kerle in einem hoffentlich bald statt findendem Gespräch vorknöpfe.
Die musikalische Aufteilung bestand daraus, dass sich Ruben sowohl für die gesamte Komposition als auch für das Einspielen der Gitarren verantwortlich zeichnete, während Andreas die übrigen Instrumente und Arrangements unter seinen Fittichen hatte. Uwe erstellte soweit ich es den Angaben entnehmen kann das Konzept der Platte und leitete das Gesangsmartyrium ein.
Musikalisch erinnert die Komposition nicht selten an EXORIAL, was ja auch nicht weiter verwundert und die Gitarrensaiten werden sowohl in episch langsamen und tiefen bis extrem schnellen Riffs malträtiert. Unterstützt wird das akustische Saitengewand von wunderschönen Keyboardmelodien, die je nach Komposition schwermütig und zugleich harmonisch klingen. In den rauen und aggressiven Parts weichen sie dem Geriffel und schnellen Schlagzeugspiel. Hin und wieder tragen die sphärischen Momente mich in jene Zeiten zurück, in denen ich allein und nur von tragender Musik umgeben war.
In der Gesangsleistung von Uwe ist ein sehr markantes und anfänglich gewöhnungsbe- dürftiges Potenzial zu entdecken, das ich in dem Sumpf der einheitlich krächzenden Schwarzweißfratzen so noch nie vernommen haben. Die Stimme wirkt natürlich und nicht künstlich verzerrt und man versteht sogar glasklar jede Textsilbe. Die Verwandtschaft zum Black-Metal-Geschrei liegt in den Art und Weise, wie die Stimme in wahnsinnigen Ausschreien und klagendem Gejammer wechselwütig mündet.
Die Intensivität, die dabei erreicht wird, ist kaum zu übertreffen – unglaublich. Sehr stark entnimmt man das dem Song „Schwarzer Heiland“, der gleichzeitig der Titel dieses Albums ist, wenn die Stimme mit einem Halleffekt unterlegt wird. Sehr stimmungsvoll in diesem Zusammenhang ist auch die knarrende Stimmlage, die einer fremdartigen Be- schwörungsformulierung ähnlich kommt, als sie allein erklingend den Song einleitet und im weiteren Verlauf den Chorus im Hintergrund unterstützt.
Allerdings fehlen auch die charakteristischen Merkmale wie Sampleeinlagen von Schlacht- getümmel und künstlichen Fanfaren nicht. Die Nutzung dessen ist aber alles andere als abgedroschen und sorgt für ein sehr intensives Stück namens „Oskorei“. Ich kann mich auch täuschen, aber die erdrückten Riffs im Hintergrund klingen einigen aus dem EXORIAL Repertoire verdammt ähnlich.
Mein persönliches Lieblingsstück ist allerdings „Nichts als Staub“, welches in seiner Kom- promisslosigkeit, sowohl textlich als auch musikalisch, in die Magengrube schlägt. Selten habe ich den Hass gegenüber der Bedeutungslosigkeit des menschlichen Seins so nieder- schmetternd erlebt. Dieses Stück musste ich mir immer wieder anhören und verausgabte mich dabei erheblich, was in den letzten Jahren kaum bis gar nicht mehr vorkam.
Das Stück „Weltpurgatorium“ verzeichnet, wie sollte es anders sein, den Abschluß dieses hervorragenden Albums. Hier regiert wieder das Midtempo, aber zeigt sich nicht weniger dramatisch wie die vorangehenden Songs. Und mit den Trommelschlägen, die nach den Befehlsrufen „Feuer frei!“ wie Salven aus einer Maschinenpistole wirken, treiben sie mich zum (Glocken-)Schlag zur letzten Stunde. Den Ausklang führen dann Sprechchoräle herbei und dann ist dieser pulverisierende Angriff auf die religiösen und ethischen Werte vorbei. |
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BARDITUS "Die letzten Goten" feindesland.de |
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Neofolk aus deutschen Landen ist nicht jedermanns Geschmacksache, somit dürfte diese Veröffentlichung, mal wieder ein wenig für Gesprächsstoff und Meinungsverschiedenheiten sorgen.
Barditus (das germanische Kampfgeschrei, was unsere Vorfahren von sich gegeben haben, bevor sie in den Kampf gezogen sind) ist ein neues Projekt von Uwe Nolte (Orplid) und Andreas Arndt (Sonnentau). Wenn Uwe Nolte irgendwo seine Finger drin hat, darf man als Hörer gespannt sein, wie innovativ die Musik geworden ist und zu welchem Überthema die Texte geschrieben worden sind.
Textlich bietet diese 5 Track Veröffentlichung „ Die letzten Goten“ von Barditus dem geneigten Hörer, die gewohnt anspruchsvollen Texte, wie sie auch bei Orplid zum Einsatz kommen. Wer mit den schwermütigen und geschichtlichen Texten bei Orplid schon seine Problem hatte, dürfte mit den bearbeiteten Themen ( „Die letzen Goten“ – eine Huldigung an den Gotenkönig „Teja“)und( „Herrentod 1919“ – die Vertonung von einem Gedicht, was von Gertrud von den Brincken verfasst worden ist) wieder seine liebe Not haben. Was mich ja ein wenig verwundert ist – es gibt immer wieder Projekte, die es schaffen hoch- wertvolle Texte zu kreieren, wo andere Projekte (ohne Namen nennen zu müssen und zu wollen) so vor sich hindümpeln. Barditus haben sich textlich schon bei ihrer ersten Ver- öffentlichung an die Spitze der guten Projekte gekämpft.
Musikalisch ist schon die gleiche Handschrift wie bei Orplid zu erkennen, im Gegensatz zu Orplid ist Barditus wesentlich experimenteller und innovativer ausgelegt. Wer schafft sonst eine Kombination oder besser Symbiose aus Marschtrommeln, Fanfaren, Frauengesang, tiefem Männergesang, Männergekreische wie bei guten Blackmetalbands, üblichem Orplid- sound und mongolischem Kehlkopfgesang? An Abwechslung mangelt es auf dieser Veröffentlichung dem geneigten Hörer absolut nicht. Mein persönlicher Anspieltipp ist „Herrentod 1919“ bestimmt der Klassiker auf dieser Veröffentlichung – dreistimmig ein- gesungen und die Stimmen werden wundervoll ummalt mit dem sehr tiefem Soundge- wand. Irgendwo klassischer Orplidsound, doch Barditus hat eine unverkennbare eigene Note von den Protagonisten erhalten.
Fazit: Für Orplid Anhänger ein Muss, wer bisher noch keinen Neofolk aus deutschen Landen mochte wird mit dieser Scheibe auch nicht warm werden. Wer gerne innovative bzw. ausgefeilte arrangierte Tondokumente mag sollte hier unbedingt ein Ohr riskieren. Uwe Nolte und Andreas Arndt haben bewiesen, das sie zu den großen Musikern der Zunft gehören und haben mit Barditus „Die letzten Goten“ ein sehr gutes Debütalbum auf den Markt gebracht. Anspruchsvolle Musik zu finden wird immer schwieriger, also hoffen wir das Barditus keine Eintagsfliege war und wir die geneigten Hörern noch mehr von diesem Projekt zu hören bekommen. Eine Frage werde ich mir wohl noch oft stellen: „ Wieso hat diese CD nur eine Spielzeit von 22 Minuten, wo sind die restlichen Tracks für ein komplettes Album?“ |
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