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Rolf Schilling "Gesang überm Quell"

„Nimm, was dir die Götter geben, Laß vom Himmel dich beschenken, Wenn die Sperber dich umschweben, Werden sich die Nebel senken.“ – Mit diesen Strophen aus Rolf Schillings gleichnamigen Gedicht "Nimm, was dir die Götter geben" beginnt die neue CD-Produktion aus dem Hause NolteX (dem Kunstverlag von Uwe Nolte, vor allem wohl durch Orplid bekannt), auf der insgesamt zwölf Werke (davon eines in vier Teile unter- teilt) zu finden sind, die Schilling persönlich für diese Produktion auswählte und die einen Querschnitt seines bisherigen Schaffens präsentieren.

Auf dieser schafft Schilling eine endzeitliche Stimmung, die besonders bei "Die Messingstadt" volle Entfaltung findet. In mythologisch aufgeladen Bildern und Wort- malereien wird der Untergang einer Hochkultur beschrieben, von der nur noch Ruinen stehen. Rolf Schilling persönlich liest auf der CD seine Gedichte vor. Und jemand besseren hätte man dafür auch nicht finden können: Denn seine Stimme verbreitet die Aura eines weisen Mannes und diese trägt seine Werke mit derartig viel Ruhe, Würde und Andacht vor, dass es für Gänsehaut sorgt.

Die Gedichte sind nicht nur gut vorgetragen, sondern auch gut ausgewählt, und sind mit etwa 50 Minuten Spielzeit auch weder zu lang noch zu kurz geraten. Einzig schade ist nur, dass die Aufmachung etwas mager ausgefallen ist: Gerade das Booklet hätte dicker sein können, denn in diesem sind gerade mal zwei der 16 vorgetragenen Gedichte zu finden. Gerade weil die Gedichte zum Mitlesen verleiten wäre es da wünschenswert gewesen, wenn darin alle zu finden wären. Dies war aus druckrechtlichen Gründen aber leider nicht möglich.

Dennoch findet sich hier erstklassig vorgetragene Dichtkunst auf hohem Niveau. Auch für Menschen, denen Rolf Schilling bislang nichts sagte, ist diese CD empfehlenswert, da diese eine schöne Auswahl seines bisherigen Schaffens bietet und daher sowohl für Freunde seiner Dichtkunst als auch für Einsteiger zu empfehlen ist.

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"Forseti lebt" lichttaufe.de

Der traurige Anlass dieser Kompilation dürfte sich herumgesprochen haben, dennoch hier noch einmal: ANDREAS RITTER (FORSETI) erlitt im Mai 2005 einen Herzstillstand. "Der Erlös dieser Veröffentlichung soll ihm bei der Bewältigung seiner jetzigen Lebensphase helfen." (siehe: www.noltex.de).

Die Benefiz-Kompilation, benannt nach einem frühen Lied ANDREAS RITTERs, wurde gemeinschaftlich von UWE NOLTEs (ORPLID, SONNENTAU, BARDITUS) Musikverlag NOLTEX und AUERBACH-Tonträger realisiert - Ersterer als alter Weggefährte von FORSETI, der auch schon Lyrik für das Projekt schrieb, und Letztere als enge Freunde und Vertriebspartner. Idee war es, Freunde von FORSETI einzuladen, vornehmlich solche, die auch schon mit ANDREAS RITTER zusammen auf der Bühne standen, und sie um einen möglichst exklusiven Beitrag zu bitten. Der Aufforderung sind viele nachgekommen, im Einzelnen: SONNE HAGAL, SONNENTAU, B'EIRTH, OF THE WAND AND THE MOON, DEATH IN JUNE (2x), WALDTEUFEL, LUX INTERNA, NORTHMAN, FIRE + ICE, DARKWOOD und PRIMUS INTER PARES - überwiegend illustre Namen, die auf einem Neofolk-Internetportal wohl keiner weiteren Vorstellung bedürfen. Somit direkt ein paar Worte zu den einzelnen Beiträgen.

Lasst mich aber bitte voranschicken, dass jeder Tonträger mit Musik darauf auch im normal üblichen Sinne rezensiert und gegebenfalls kritisiert werden sollte. Tut man das nicht und vermengt das moralisierend mit dem traurigen Anlass der Kompilation, führt man das ganze Unternehmen, überhaupt Musik der Öffentlichkeit zum Kauf anzubieten, ad absurdum.

1. SONNE HAGAL - "Song At The Well": Die Rathenauer Formation gehört mit u.a. ORPLID und eben FORSETI zu den Gründerprojekten der "Neuen Deutschen Folklore", die sich vom EIS UND LICHT-Verlag aus Ende der Neunziger anschickte, erst in Deutschland dann aber auch in ganz Europa, Übersee und neuerdings sogar in China, der traditionellen "World Serpent Family"- Angelsachsen- Neofolklore eine ebenso interessante, eben eher deutsche Folklore anbeizustellen. SONNE HAGAL haben sich seit ihren musikalischen Anfängen, die bisweilen hanebüchen waren, beständig weiterentwickelt und sind heute bei ihrem ganz eigenen Stil angekommen.

Ihre letzten zwei Veröffentlichungen, also die "Dygel" 7" auf EIS UND LICHT und die MCD "Nidar", die noch als erste Fremdveröffentlichung auf GRUNWALD, dem hauseigenen FORSETI-Label vor dem Unglück 2005 erschien, zeigten SONNE HAGAL erstmals eigentlich ohne Schwächen. Dieses hohe Niveau wird auf "Song At The Well" gehalten. Anfangs war ich, ob des tiefen, etwas schräg wirkenden Gesang verunsichert. Nun ist es für mich eines der besten Lieder der Band, ein dunkles, trauriges, aber auch sehr liebevoll klingendes Folkstück mit klagenden Geigen und behutsam parallel laufenden Effekten, die wie ein Gewitterdonnern klingen. Ein schöner Einstieg von dem Projekt, welches musikalisch mit FORSETI sicher am engsten zusammenarbeitete.

2. SONNENTAU - "Dein Garten blüht noch": SONNENTAU gehören eher in den Bereich der Musik von "Liedermachern". Im Deutschen assoziiert man damit eher eine Form meist politischer Bewusstseinsbildung mit musikalischen Mitteln, das ist hier natürlich nicht gemeint, "Singer/Songwriter" passt vielleicht besser. Ist auch nicht wichtig, entscheidend ist vielmehr, dass man der Musik anhört, dass sie auf anderen kulturellen Wurzeln fußt als klassischer Neofolk.

Ein unterschiedliches "Lebensgefühl" als das der Neofolk-Uniformisten erklärt vielleicht auch, warum das Publikum bei dem bisher einzigen Liveauftritt von SONNENTAU beständig weiter schwaddelte, statt zuzuhören. "Dein Garten blüht noch" ist die Vertonung melancholischer NOLTE-Lyrik, kompositorisch umgesetzt und gesungen von dem Abenteurer ANDREAS ARNDT . Man sollte mit derart deutscher, nicht Subkultur-getränkter Musik etwas anfangen können (sprich, das Spektrum des FOLKER-Magazins interessant finden), um SONNENTAU schätzen zu lernen, sonst wird man dieses von Gitarren und Klavier begleitete Lied als "fremd" empfinden.

3. B'EIRTH - "Watch The Water Spill": B'EIRTH ist natürlich der sympathische Tramp von IN GOWAN RING, die seit jeher die Schnittstelle zwischen us-amerikanischem Neofolk und Spät-60er Jahre Folk-Psychedelia besetzen. Das B'EIRTH hier unter eigenem Namen auftritt, macht aber durchaus Sinn, denn "Watch The Water Spill" klingt etwas anders, weniger "Moos- behangen" als IN GOWAN RING. Ein unheimlich schönes, warmes Lied, hat dieser Mensch mit schon genialen Zügen, hier gezaubert. Bitte hört euch mal um, bisher war jeder der Meinung, sein Beitrag sei zweifellos der beste der Kompilation, und ich möchte mich dem anschließen.

Vor allem der Gesang ist ganz stark. Interessant ist an diesem, dass er hier erstmals ganz famos an den folkigen TIM BUCKLEY (der Vater des bekannter gewordenen, aber uninteressanten JEFF BUCKLEY) erinnert - ein Name, der wie ein Geheimnis von Wissenden seit Jahrzehnten unter Musikliebhabern sich zugeflüstert wird. Es ist höchste Zeit, dass B'EIRTH auch zu einem solchen Geheimtipp wird, dessen Name sich Kenner mit ganz unterschiedlichen Prägungen weltweit zuraunen. Danke für dieses Lied.

4. OF THE WAND AND THE MOON: Leider war ich nie ein :OTWATM:-"Fan". Ihr Beitrag, "JA BOGA NE VIDEU!" (Keine Ahnung, was das heißt), ist im typischen :OTWATM:-Stil gehalten, den ich als einschläfernd empfinde, zumal er rein instrumental gehalten ist, nur eine Kinderstimme hört man. ANDREAS RITTER spielte wohl Teile des Liedes 2002 noch selbst mit den Dänen ein.

5. DEATH IN JUNE - "Rocking Horse Night": Tja, eine Akustik-Neueinspielung eines alten Songs, der im Original auf "The World That Summer" (1985) zu finden war. Man kann sich bei der Gelegenheit daran erinnern, dass DOUGLAS P. ein phantastischer Sänger ist, ein großartiger Songwriter war/ist (?), ein famoser Lyriker war/ist (?) und überhaupt DEATH IN JUNE doch "eigentlich" unserer aller Lieblingsband ist, ansonsten empfinde ich so eine Neueinspielung jedoch als wenig spektakulär.

Insgesamt finden sich solche Akustik-Versionen von DIJ-Klassikern auch auf dem Live- Album "Something Is Coming" (1993). "Discogs" belehrt mich auch gerade, dass die LP-Ausgabe dieses Albums auch "Rocking Horse Night" beinhaltete. Womöglich kommt die hier präsentierte Fassung dem sehr nah?

6. WALDTEUFEL - "Blühe mein Herz": WALDTEUFEL ist wie immer radikale Geschmackssache, einmal mehr herrlich kauzig. Ich liebe diesen Mann! "Blühe mein Herz" ist ein von Akkordeon dominiertes Lied mit viel "Hoh Hohs", Mut machend und nicht so bedrohlich wie andere Lieder von MARKUS WOLFF und Freunden.

7. LUX INTERNA - "The Disciple Song": Jetzt aufgepasst! Zuerst machte ich in diesem Beitrag der us-amerikanischen Wahldeutschen bzw. Holländer den Schwachpunkt der Kompilation aus, dann bemerkte ich - den Song muss man laut oder per Kopfhörer hören, dann geht`s. Ein typischer, kraftvoller LUX INTERNA-Song. Sänger JOSHUA GENTZKE singt hier anfangs mit stimmlicher Begleitung seiner Frau. Der Beitrag ist leider etwas schwach produziert, und auch insgesamt gibt es bessere Stücke der Amis. Dennoch weit über Neofolk-Durchschnitt.

8. NORTHMAN - "Son Of The North": Nun wirds gewissermaßen lustig, denn NORTHMAN ist ein neues us-amerikanisches Neofolkprojekt von TYRSON, dem Gitarrist der oberheidnischen WALDTEUFEL. Da dieser moderne Berserker ein "Metal- Brother" ist, klingt "Son Of The North" auch stark nach einer folkloristischeren Variante von BATHORY in ihrer Wikinger-Phase.

Anfangs habe ich das sogar für eine Coverversion eines mir entfallenden BATHORY-Songs gehalten, denn er würde wirklich nahtlos zu den BATHORY-Alben "Hammerheart" (1990), "Twilight Of The Gods" (1991) oder "Blood On Ice" (1996) passen, aber es ist tatsächlich doch eine Eigenkomposition mit einer Stimmung, die zumindest am Anfang des Liedes, perfekt zum idyllischen Cover des Albums passt.

Dazu gibt es einige Störche zu hören. Musik, um verwegen zu schauen, sich die Haare ins Gesicht streifen zu lassen (wachsen lassen) oder um sich heroisch auf die Brust zu schlagen, um dann Haus und Hof zu verteidigen. Anders ausgedrückt: Wimps and Posers Leave The Hall! Klasse!

9. DEATH IN JUNE - "Death Of The West": Tja, wieder eine Neueinspielung, hier gelten die gleichen Anmerkungen wie oben. "Death Of The West" ist natürlich ein Kultsong, quasi der Soundtrack unserer "Bewegung". (Keine Angst, ist nur Spaß.) Kulturpessimismus at its best! Den Rest erklärt die Antifa... Die gelungenste Version dieses Songs findet sich auf dem gleichnamigen Album von SOL INVICTUS, denn TONY WAKEFORD schrieb das Stück einst zu DEATH IN JUNE-Zeiten. Für diese Variante muss man das "Burial"-Album bemühen. Nicht zu verachten auch die schmissige Coverversion von GAE BOLG auf dem SOL INVICTUS-Tribut-Album.

10. FIRE + ICE - "Napoleon On St. Helena": Eigentlich einer der großen Namen der Neofolkmusik, ihr Beitrag klingt aber ein bisschen wie ein Rückfall in die Zeiten des mit Abstand schlechtesten FIRE + ICE -Albums "Hollow Ways" (1994), wäre dort aber ein Lichtblick. Der Song klingt leider etwas nach Demoaufnahme, hat aber auch was Frisches, fast schon Beschwingtes. Sehr authentisch folkloristisch. Ich bin etwas unschlüssig.

11. DARKWOOD - "Deutsche Sonnwend": Neuaufnahme eines alten Liedes, welches 1999 auf dem DARKWOOD-Debüt "In The Fields", damals noch für "World Serpent", zu finden ist. Es unterscheidet sich nicht wesentlich vom Original, ist aber akustischer, sprich, weniger elektronisch. Der Gesang ist so monoton und finster, dass ich mir ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen kann. DARKWOOD sind heute vielleicht das stimmigste "reine" Neofolkprojekt aus Deutschland (FORSETI außen vorgelassen), damals suchte man noch etwas nach der eigenen Identität und verlor sich auch ein wenig in der reinen Pose.

12. PRIMUS INTER PARES - "Traumpfad": P.I.P. ist das Projekt für gehobene Elektronik des ORPLID-Komponisten FRANK MACHAU. Witzig an diesem ungewöhnlichen und originellen Ausklang ist, dass sich der Beitrag ganz klar an niemand Geringerem orientiert als an BRIAN WILSON von den BEACH BOYS, einem der Jahrhundertsongwriter im Pop.

Man hört dieses gesungene "Aba bah bah" und etwas Exotica-Flair kommt auch auf. Danke für diesen Mut! "Traumpfad" bleibt aber melancholisch und selbstredend "träumerisch" genug, um den halbwegs toleranten FORSETI-Liebhaber nicht vollends zu verstören. Im Gegenteil, es zeugt von Gespür, eine Kompilation zu so einem traurigen Anlass mit so viel hoffnungsvoller Stimmung schließen zu lassen.

Fazit: Eine wirklich lohnenswerte Kompilation, auf der es die genannten Schwächen gibt. Klagen sind alles in allem Klagen auf doch hohem Niveau. Auf "Forseti Lebt" wurde, so scheint mir, sehr auf eine wohltuende, dem Anlass angemessene Gesamtstimmung geachtet. Es gibt viele melancholische, liebevolle Stücke, aber auch das Kämpferische und vor allem hoffnungsfrohe Lieder sind enthalten, kurz, man merkt, dass hier Freunde "einem unserer Besten" helfen oder einfach etwas tun wollten. Klar ist auch, dass es noch mehr gab, die gerne auf "Forseti lebt" musiziert hätten.

NOREEA etwa hätten gepasst, weil FORSETI noch mit ihnen zur Jahreswende 2004/2005 auftraten. Wichtig ist aber auch, dass diese Kompilation nicht mit einem falschen Zungenschlag aufgenommen wird, es geht ja nicht darum, ANDREAS RITTER zu betrauern, denn er lebt ja und befindet sich auch nicht in einem "Dämmerzustand". Es geht um die "Bewältigung einer Lebensphase" und darum, dass das vorherige Leben so nicht mehr zurückkommt.

Hoffen wir, dass ANDREAS RITTER "Forseti lebt" selbst auch gefällt, die Auflage schnell ausverkauft ist und sich diejenigen unter uns, die sich nicht talentiert musikalisch ausdrücken können, sich von denen, die das können, auf diesem "geballten Guten Willen auf CD gepresst" gut vertreten fühlen.

P.S. Ein sehr guter Freund von ANDREAS RITTER hat auf "Myspace" eine Seite eingerichtet, auf der man etwas für FORSETI ins Gästebuch schreiben kann.

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"Forseti lebt" eveningoflight.nl

This CD is released for the benefit of Forseti-frontman Andreas Ritter, who suffered a heart failure in early 2005 and still has health problems because of it. A noble cause, obviously, and I was very much looking forward to this release, since I'm a big fan of Forseti, and because a lot of good artists contribute to it. The result, however, was very disappointing. Sure, there's a couple of good songs, but many artists couldn't convince me, and I expected something more of some of the 'bigger' artists in the neofolk scene.

The first track is a nice one by Sonne Hagal. Normally, I find their music a bit contrived, but this song is actually pretty good. On the other hand, the Sonnentau song is just bad, on account of the sugar-sweet, New Age-ish piano melody. B'eirth (In Gowan Ring, Birch Book) has one of the best songs on this album. It has beautiful lyrics, and compared to his other projects, "Watch the Water Spill" is a bit darker.

:Of the Wand and the Moon: really disappointed me. I'm used to better things from Kim Larsen than this stale song with samples. The guitar melody would work better if Kim actually sang, but like this it's kind of boring. Death in June did live up to my expectations, with both "Rocking Horse Night" and the excellent Sol Invictus cover "Death of the West". Waldteufel's track is OK, but I'm not very fond of the male choir in the chorus. Lux Interna has an up-tempo song with a nice melody, but sadly the vocals didn't really appeal to me. And then we arrive at the absolute worst point of the album: Northman.

This song is truly a shameless, badly executed rip-off of Kveldssanger-era Ulver. To top it off, we're 'treated' to an American 'Viking' speech. This band is clearly not interesting. Fire + Ice disappointed me, because I'm used to better songs than this uninspired one, with a wimpy violin in the chorus. "Deutsche Sonnwend" by Darkwood is an excellent track. Very catchy, with good vocals: a great, dark folk song. The last track, "Traumpfad" by Primus Inter Pares is, sadly, an irritating one, with an organ, samples and cheesy 'papapa' vocals.

As far as I'm concerned, only Death in June, Darkwood and B’eirth really come with good songs. The other ones vary in quality between decent and just plain bad. Of course, you could buy this CD to support one of the best current neofolk artists, and for the few good songs that this album has. But, as a whole, this album is only interesting for hardened neofolkers who like everything that's released in the scene.

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"Forseti lebt" schwarzertau.de

Bei aller kommerzieller und künstlerischer Rivalität gibt es mitunter doch noch so etwas wie Solidarität und Freundschaft im immer kleiner werdenden gemeinsamen Kuchen "Musikbusiness". Das bezeugt eindrucksvoll die Kompilation "Forseti lebt". Sie ist gleichzeitig Tribut und Hilfestellung für den Kopf der deutschen Neofolk-Formation Forseti, Andreas Ritter. Ritter erlitt 2005 einen Herzstillstand, an dessen Folgen er heute noch leidet. Befreundete Formationen aus aller Welt spielten diesen Sampler "Forseti lebt", dessen Erlöse direkt dem Künstler zugute kommen.

Nun ist es per se schon kaum sittsam, an so einer guten Tat herumzumäkeln. Aber dafür besteht auch kein Anlaß. Denn hier versammelte sich nahezu das Who Is Who der aktuellen (Neo-)Folk-Szene und brennt ein emotionales Ton-Feuerwerk ab, an dem nicht nur Folk-Puristen, sondern auch Genre-Einsteiger, die sich einen ersten Überblick verschaffen möchten, ihre helle Freude haben dürften: Sonne Hagal eröffnet mit Song At The Well" den Reigen. Der Track ist ein sehnsüchtig-melancholisches Akustik-Gitarrenspiel, welches die ganze zerbrechliche Schönheit des Folk in sich vereint. Sonnentaus "Dein Garten blüht noch" besticht durch eine träumerische Pianomelodie und einer tiefen, poetischen Stimme im Stile der Liedermacher aus den 70er Jahren wie z.B. Knut Kiesewetter.

Etwas mystisch-geheimnisvoller, aber mindestens genauso verträumt kommt die wundervolle Ballade "Watch The Water Spill" von B. Eirth daher. Man wähnt sich beim Hören in einer lauen Sommernacht am Lagerfeuer sitzend, während auf der Gitarre gefühlvolles Liedgut intoniert wird. Genauso muß Folk wirken. Of The Wand And The Moon, das bekannte Projekt des Dänen Kim Larsen besticht durch "Ja Boga Ne Videu", welches neben einer mystisch-schönen Melodie auch mit einer erotischen Frauenstimme aufwartet, welche einen französischen Text rezitiert.

Die Szene-Platzhirsche Death In June sind sogar mit gleich zwei Tracks auf diesem Sampler vertreten: "Rocking Horse Night" ist ein spartanisch instrumentierter Song, welcher einzig durch eine Gitarre und den unverwechselbaren Gesang von Douglas Pierce lebt. Daneben steuert Death In June noch den Track "Death Of The West" bei, welcher nur knapp zwei Minuten lang, aber nicht weniger beeeindruckend ist.

Ein weiteres Glanzlicht dieses Samplers ist das volkstümliche "Napoleon On St. Helena" von Fire & Ice und das industrial-angehauchte "Son Of The North" von Northman.

"Forseti lebt" ist ein Querschnitt durch die erste Liga des derzeitigen Neofolk und sollte, vom guten Zweck ganz zu schweigen, in keiner ambitionierten Musiksammlung fehlen.

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"Eichendorff-Liedersammlung" lichttaufe.de

Pünktlichst und vor genau einer Woche erschien im NolteX-Verlag die bereits mit größter Erwartung ersehnte Liedersammlung. So höret denn, was ich aus dem eichendorffschen Zauberwald zu berichten weiß.

Warum Eichendorff?, so mein erster Gedanke bei Annäherung an die vorliegende Ver- öffentlichung. Warum Joseph von Eichendorff eine Liedersammlung widmen, wenn sich dafür unzählige andere, vorzügliche, dt. Lyriker anböten. Warum Eichendorff, nicht Hölderlin? Warum nicht Tieck, Brentano, Uhland? Die Antwort lässt sich freilich nicht in einen einzelnen Satz fassen, noch gründet sich diese auf willkürliches Selektieren. Grobe Vermutungen hierüber, wie „dem diesjährigen multimedialen Schillertrubel mit einer Eichendorffwürdigung zu entgegnen“, werden dem Aufwand der Produktion allerdings ebenso wenig gerecht.

Zu überwiegendem Anteil aufgenommen im Studio Giebichenstein, dessen Burgruine der Freiherr von Eichendorff „eine ganz artige Werkstätte für ein junges Dichterherz“ hieß, präsentiert sich die Liedersammlung von Anfang an und trotz ihres vielfarbigen Klangs harmonisch und stimmungsvoll.

Es ist vor allem die natürliche, unkomplizierte Sprache des Romantikers Eichendorff, die sich der Musikalität und Intonierung wie von selbst zu öffnen scheint. Ganz im Sinne der Wünschelrute bearbeiteten die beitragenden Künstler die Zeilen des Dichters zu einem melodischen Reigen; der Schlüssel zu diesem Zauber aber liegt in den Worten selbst und den Regungen der Seele, die von ihnen ausgehen. Doch sogar das instrumentale Stück Abendlich rauscht schon der Wald atmet durch und durch eichendorffschen Geist.

Geübt und befähigt in neofolkloristischen Gedichtvertonungen erklingen die Interpre- tationen von FORSETI, ORPLID und SONNENTAU mit dem trefflichen Mittel aus Respekt und eigener Handschrift. Andreas Arndts Projekt SONNENTAU verdient an dieser Stelle besondere Würdigung. Die Nachtblume hebt den oftmals allzu verschwenderisch ge- brauchten Begriff des „Liedes“ mit verspielt gezupften Saiten, dezenter Perkussion,
sanft im Hintergrund schwebenden Streichern und nicht zuletzt dem, wie von Wolken- zügen fortgetragenen Gesang, auf eine völlig neuartige Erfahrungsebene. Der Dichter wäre entzückt gewesen.

Mit großer Emotionalität und sehr viel Sinn für die musikalische Umsetzung von Struktur und Gehalt des wohl bekanntesten romantischen Gedichts Mondnacht hinterlässt auch Malerin Ulrike Hirsch einen bleibenden Eindruck. Gleiches gilt für GRÜNLAND, die ihre Vertonung mit einer wohlgespielten, wohlgesungenen ungarischen Volksweise verbinden, welche von der gleichen Gefühlsambivalenz aus Frieden und Melancholie erfüllt ist wie In der Fremde II.

Bisher weniger bekannte Talente überraschen dagegen mit klassischen (Elisabeth Christiane Schönfeld) und elektronischen (EDAPHON) Kompositionen. Den feurigen, antispießbürgerlichen Eichendorff holen WALDTEUFEL und KARL STÜLPNER (etwa die Nachkommen des erzgebirgischen Volkshelden...) mit kraftvollen, lebhaften Beiträgen
ans Tageslicht.

Was fast schon zur Unmöglichkeit geworden ist – die durchgängige Qualität einer Kom- pilation – setzt die Liedersammlung spielend in die Tat um. Allen dreizehn sehr niveau- vollen Interpretationen merkt man die Inspiration durch die sinnlichen Schöpfungen des „Dichters des deutschen Waldes“ an. „Man hört das Laub, man riecht den Wald, und wird warm in seiner durch Zweige glitzernden Sonne.“, wie Freiligrath das Erleben der Lyrik Eichendorffs beschreibt. Die ganze Tragweite dieses Waldgefühls, des Schönheitsideals und der Zuflucht zugleich, wird mit viel Hingabe in der eleganten Gestaltung und dem ansehnlichen Beiheft fortgesetzt. Hier lassen sich zudem alle vertonten Gedichte sowie eine Kurzbiographie Eichendorffs zu Gemüte führen.

Es erweist sich das erneute Aufflammen des naturdichterischen Lebensgeistes Eichen- dorffs, der in der romantischen Schule immer eine einzigartige Stellung eingenommen hat, auch heutzutage noch als ästhetisches Konzept, dem Zaubersang im Inneren der Sprache, dem „Lied in allen Dingen“ gewahr zu werden. So habe auch ich letztendlich verstanden, warum zuerst Eichendorff und keinem anderen diese Ehre zuteil ward. Dringendste Empfehlung!

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"Eichendorff-Liedersammlung" metal.de

„Ob denn diese Gedichte noch Kunst sind, oder schon wieder Natur?“ – in der Interpre- tation der Protagonisten dieser Liedersammlung: beides! Das zum Großteil im Studio „Giebichenstein“ des NolteX-Verlags entstandene Werk begeistert mit Intensität, Abwechs- lung und dieser besonderen Atmosphäre, deren allegorischer Kraft man sich nicht ent- ziehen kann.

Denn „eine Welt von Bildern baut sich da auf so still“, eine Welt von Bildern, die einen der Natur noch näher bringen ... „Man hört das Laub, man riecht den Wald und wird warm in seiner durch Zweige glitzernden Sonne“. Musikalisch vertraut man auf naturverbundene folkloristische Klänge, die durch klassische und stellenweise gar elektronisch angehauchte Elemente bereichert werden.

Verspieltheit, Ideenreichtum und Experimentfreudigkeit charakterisieren alle Komposit- ionen, die trotz manchmal unterschiedlicher Bausteine zu einem vollständigen Ganzen konstruiert werden, das zerbrechlich, aber dennoch unveränderlich in seinem Ausdruck
ist. Verträumtheit, Romantik und Sanftheit stehen im interessanten Kontrast zu den
etwas „zornigeren“ Interpretationen, unter denen ich WALDTEUFELs „Durch!“ hervor- heben möchte, und ergänzen sich gegenseitig.

Dabei bereiten sie dem Hörer ein breites Spektrum an Eindrücken. Das rein instru- mentale „Abendlich rauscht schon der Wald“ (ORPLID) vermag auch ohne Worte zu singen, während in SONNENTAUs „Nachtblume“ die Stimmung besonders durch wunder- schönen Gesang getragen wird. Auch Künstler wie FORSETI, BARDITUS, ULRIKE HIRSCH, oder die weniger bekannten GRÜNLAND überzeugen mit ihrem Schaffen und entführen den Hörer in eine phantasievolle Welt der Natur in der „Herz auch endlich zur Ruhe geht“. Tolle Leistung, ich bin entzückt und der Dichter wäre es auch gewesen!

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