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Pressestimmen |
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ORPLID |
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ORPLID "Greifenherz" musikreviews.de |
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Vor zwei Jahren erschien Sterbender Satyr des aus Halle stammenden Duos und war sehr sphärisch und nachdenklich. Nun kehren Orplid zurück zu ihren Wurzeln und veröffentlichen mit Greifenherz ein Album, das härter und kälter ist als alle vorigen Veröffentlichungen. War es für Orplid üblich, sich auch heroischen und kämpferischen Themen zu widmen, herrschen diese ganz klar vor. Romantisch und besinnlich geht es aber diesmal kaum zu. Stattdessen klingt Greifenherz wie der Soundtrack zu einer kaputten Welt, die auf ihr Ende zusteuert. Selbst die kämpferischen Lieder kommen diesmal nicht so heroisch rüber, sondern verbreiten eine düstere Grundstimmung, die das ganze Album durchzieht.
Ziemlich ungewohnt also für Orplid, die ja sonst nicht derartig apokalyptische Szenarien entwarfen, die einem tatsächlich ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit vermitteln. Lediglich das letzte Lied gibt etwas Hoffnung und klingt positiv. Aber das ist nicht das einzig Un- gewöhnliche für Orplid: Das Album ist fast rein elektronisch gehalten und überschreitet auch häufig die Grenze zum Industrial. E-Gitarren tauchen dabei auch auf und sorgen für einen noch brutaleren Klang. Dafür gibt es keinerlei Akustikgitarren, bzw. sind diese zumindest nicht rauszuhören. Folk-Elemente tauchen daher auch so gut wie gar nicht auf. Ungewöhnlich sogar, dass diesmal in ihren sonst rein deutschen Liedern auch englische Sprachsamples auftauchen.
Dafür aber taucht Safi, die auf dem Vorgänger das Gedicht Die Seherin vorsprach, wieder auf und sorgt mit Traum von Blashyrkh wieder für Gänsehaut. Gänsehaut kommt ohnehin permanent wegen der zermürbenden Kompositionen auf. Auch Rolf Schilling ist wieder dabei, von welchem Gesang an den Horusfalken vertont wurde, das von der Zeit nach dem Ende es Ägyptischen Reiches erzählt.
Obwohl Greifenherz in vielen Momenten unerwartet klingt, hört man Orplids Heran- gehensweise permanent raus. Denn genau wie die vorigen Alben ist Greifenherz ein handwerklich perfektes Werk. Es ist sogar ausgewogener und in sich konsistenter als alle vorigen Alben. Besonders, weil immer wieder der Greif auftaucht und den Hörer wie ein roter Faden durch das Album begleitet. Ob es deswegen das beste Album von Orplid ist, soll nicht beurteilt werden. Auf jeden Fall ist es wieder ein hervorragendes Album geworden, das in der Form einzigartig ist. |
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ORPLID "Greifenherz" metal.de |
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Der Greif als Symbol für Macht, Erhabenheit und Zuversicht: Die deutsche Institution ORPLID ist mit "Greifenherz" zurück. Obwohl erst ihr viertes Studioalbum, beweist es doch eindrücklich, warum das Duo aus Uwe Nolte und Frank Machau längst nicht mehr mit Maßstäben ihrer Neofolk-Wurzeln oder irgendwelcher Abarten verwandter Stile gemessen, sondern als eigene Instanz betrachtet wird.
Im Gegensatz zum Vorgänger "Sterbender Satyr" von 2006 ist ORPLID anno 2008 ungeschliffen, roh und ungestüm. Archaisches Pathos umweht das neue Album. Wie schon auf "Sterbender Satyr" ist auf "Greifenherz" auch wieder Sandra Fink vertreten, die mit feinem Gefühl für die Dynamik der Stücke mal beschwörend flüsternd, mal dämonisch krächzend den Texten neue Welten auftut, wogegen der warme, tiefe, genretypische Gesang von Frank Machau beinahe verblasst. Verstärkt wurden Synthesizer und harsche Rhythmen verwandt, Samples durchsetzen bisweilen brachiales Gestrüpp, treffen seltener aber auch auf sanfte Passagen.
Aber nicht einmal in "Des Sperbers Geheimnis", einem der ruhigsten Lieder des Albums, arbeiten ORPLID ohne eine immer wiederkehrende Spannung, deren Allgegenwärtigkeit verhindert, dass "Greifenherz" zu irgendeiner Zeit leicht zu hören wäre. In nahezu "hitverdächtige" Gebiete sind ORPLID mit "Traum von Blashyrkh" vorgestoßen, dem wohl eingängigsten Stück des Albums. "Falken-Eid" hingegen grenzt an Kitsch und stellt auch eher einen Ausreißer (nach unten) auf "Greifenherz" dar. Aber dazwischen schichten ORPLID Sequenz über Sequenz, spinnen lange Fäden und umfassen ein weites, imposantes Spektrum von Neofolk, vertonter Lyrik, Martial Pop, Neoklassik und nicht zuletzt Tonkultur, die zu einem guten Teil über Genregrenzen einfach erhaben ist.
Was auch geblieben ist, ist vor allem der typische Charakter von ORPLIDS Lyrik. Erneut hat man auf Rolf Schilling zurückgegriffen (etwa "Luzifer"); und auch ansonsten schlägt man wieder voll in die Kerbe deutscher Lyrik mit Texten zwischen Romantik und Neoklassizismus. Was den einen als grausam entstellte Möchtegern-Poesie anwidert, vermag den anderen voll und ganz zu faszinieren; und tatsächlich liegt genau da die Grenze, ab der sich bei ORPLID allerhöchstens noch über Geschmack diskutieren ließe, zumal es den meisten nur als zusätzlicher Angriffspunkt gegen ein ohnehin unsympathisches Genre dienen dürfte.
Grundsätzliche Abneigung also einmal ausgeklammert (und was will man als Künstler mehr, als schon nach derart vergleichsweise wenigen Alben so zu polarisieren?), kann man "Greifenherz" guten Gewissens weiterempfehlen. |
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ORPLID "Greifenherz" kulturterrorismus.de |
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Das in Halle an der Saale ansässige Duo Orplid bestehend aus den Herren Frank Machau & Uwe Nolte fasziniert ihren geneigten Hörerkreis seit 1996 mit ergreifenden Publi- kationen, welche in schöner Regelmäßigkeit das Licht der Welt erblicken. Heute am 21.11.2008 erscheit auf Auerbach Tonträger einem Sublabel von Prophecy Productions ihr neues Album “Greifenherz”, das zwischen Vergangenheit und Gegenwart schwingt.
Uwe Nolte der Texter wie bildliche Gestalter hinter Orplid kehrt auf “Greifenherz” zu den inhaltlichen Thematiken des ostdeutschen “Dauerbrenners” zurück und überrascht im Gegensatz zum Vorgänger “Sterbender Satyr” mit einem Konzept, welches mit viel Inbrunst über Reflexionen von Träumen berichtet, die Krieg, Tod & Zerfall zum Inhalt hatten. Wie zuletzt bei Orplid gewohnt, bietet Uwe Nolte auf “Greifenherz” auch einen Mix aus mehrheitlich eigener Dichtkunst und ausgewählten Texten von anderen Verfassern an. Diesmal kommt die Hörerin bzw. der Hörer in den Genuss von Zeilen, die die Dichter Frank Wedekind (1864 – 1918) und Rolf Schilling (geboren 1950) schrieben.
Die pathetische “Linie”, die der Konsumentenschaft auf “Greifenherz” entgegenschlägt, verfolgten Orplid schon auf früheren Werken wie “Barbarossa” & “Geheiligt sei der Toten Name” – somit erleben wir hier nichts wirklich Neues, sondern ehr eine Art Rück- besinnung. Diejenigen, die sich mit den sonstigen Arbeiten des bekennenden Manowar (Geht mehr Pathos?) Fans Uwe Nolte auf seinem Kunstverlag Noltex auseinandersetzen, werden diese Vorliebe von ihm in vielerlei Hinsicht kennen (und vielleicht auch schätzen?).
Genau, Black Metal liebt der Herr Nolte auch und deshalb ereilen die Rezipientinnen bzw. Rezipienten mit dem Lied ‘Traum vom Blashyrkh’ eine Hommage an die lustige Pandabärchen Formation Immortal (Ihr gehört in den Zoo hinter Gitter!), welche in meinen Augen keine … (Bitte das Wort selbst einsetzen – Danke!) benötigt!
Musikalisch setzte Frank Machau die Ideen von Uwe Nolte gewohnt brillant in Szene und nahm für die weiblichen Gesangsparts wie schon auf “Sterbender Satyr” die Unterstützung von Sandra Fink in Anspruch, die ihre Einsätze in den Stücken ‘Totenesche’ & ‘Traum von Blashyrkh’ auch diesmal eindrucksvoll intoniert. Die versammelten Kompositionen auf dem Oeuvre schlagen eine Brücke zwischen den alten martialischen Strukturen von Orplid und dem “popigen” (Keine Wertung!) Niveau auf “Sterbender Satyr”, wodurch “Greifenherz” eine perfekte Vereinigung aus Rückschau und Jetzt darstellt. Insgesamt dominieren auf diesem Opus die elektronischen Klancollagen, die im rhythmisch martialischen Gewand auftauchen und die einnehmende Stimmbandarbeit von Frank Machau, dem Markenzeichen überhaupt von Orplid.
Orplid Fans alter Tage und “Neuverliebte” dürften zugleich Gefallen an den Ton- dokumenten auf “Greifenherz” finden, die “durch die Bank” mit viel Liebe zum Detail glänzen. Zu meinen persönlichen Favoriten gehören die Tracks ‘Luzifer’ (eine Vertonung des Gedichtes von Rolf Schilling) und die phänomenale Neofolk bzw. Darkfolk Nummer ‘Schwertgesang’ mit absolutem Ohrwurmcharakter (alleine die Gitarrenführung – einfach aber sehr fein!), die sich durch einmaliges Hören im Kopf auf “Dauerrepeat” (Wann hört das endlich auf?) dreht.
Fazit: Orplid brillieren in gewohnter Perfektion auf “Greifenherz” und wissen mit ihren stimmungsvollen Melodien ihre geneigte Konsumentenschaft zu verführen bzw. zu verzücken oder sogar einzufangen. Diejenigen, die anspruchsvollen modernen deutschsprachigen Neofolk konsumieren möchten, kommen an Uwe Nolte und Frank Machau nicht vorbei, die mit “Greifenherz” das nächste Highlight ihrer imposanten Laufbahn auflegen. |
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ORPLID "Sterbender Satyr" Zillo |
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Orplid waren schon immer eine wortgewaltige Folkband, deren deutsche Texte metaphernreich zwischen Naturmystik, Romantik und mythologischen Motiven wandelt. Um zu betonen, wie wichtig die lyrische Komponente in der Musik der Hallenser ist, spricht Texter Uwe Nolte von "Neuer Deutscher Dichtung", die in seinen Augen "lyrisch, fragil und feinfühlig, aber kraftvoll in Ausdruck und Umsetzung" sein sollte.
Selbstredend trifft dies auf Orplids pathetische Musik zu. Nach wie vor stehen die Musiker für poetische Folklore, die ein weihevolles, düsteres Flair umströmt. Allerdings ist auf dem dritten Album eine wichtige Neuerung zu verzeichnen: die Hinzunahme von Synthesizern. Hierdurch wohnt manchen Songs nun mehr Distanziertheit inne, was aber der Musik mitnichten zum Nachteil gereicht, erschafft die dezente Unterkühltheit doch eine nicht zu verleugnende Souveränität.
Die elektronisch unterlegten Stücke erinnern passagenweise an Bands wie Kirchohmfeld, Human League oder Qntal und können zudem eine meditative Driftwirkung entwickeln. Dadurch, dass sich Synthetisches und Organisches stimmig einander verflechten, schafften Orplid zweierlei: einerseits bleiben sie ihren Wurzeln treu, andererseits konnten sie sie sich stilistisch öffnen und hierdurch einer eventuellen Stagnation vorbeugen. Operation geglückt!
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ORPLID "Sterbender Satyr" E.M.P. |
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E.M.P. Das (Neo)Folk-Duo Orplid, bestehend aus Hauptkomponist Frank Machau und Ausnahme-Texter Uwe Nolte, hat mit dieser neuen Albumveröffentlichung eine meisterlich inszenierte Hommage an die klassische Dichtkunst kreiert. Dabei so souverän, so anspruchsvoll und ohne jedwedes romantisierendes Gefühlsschmalz vorzugehen, kann als reife Leistung klassifiziert werden. Als ich im Vorfeld von "modernen Einflüssen" las, reagierte ich recht irritiert - was sich aber schon gleich nach dem ersten Hörern von "Sterbender Satyr" gänzlich relativierte.
Denn es hielten zwar diverse elektronische Stilmittel Einzug, aber diese wurden überaus dezent, minimalistisch und vor allem wohltuend homogen in den tiefgründigen Klangkosmos verwoben: Störend wirken sie jedenfalls überhaupt nicht. Die betörend hypnotisch wabernden Atmosphären des bemerkenswert ästhetischen Tonträgers entwickeln sich im Laufe der Lichtscheibe zu wahrlich grandioser Form. Respekt für diese tonal sensible, aber kompositorisch ausgesprochen massive Liederschöpfung.
Die Leipziger Sängerin Sandra Fink bringt ihre fesselnd markante, beinahe hexerisch anmutende Stimme mit hämischer Schönheit in manche der aktuellen Lieder ein, was Garant für fesselnde Momente an höchst eindringlichen Klangerlebnissen ist. Die diesmal immens bedeutungsschwangeren Lyriken auf "Sterbender Satyr" werden überwiegend gar dermaßen wortgewaltig und bildhaft vorgetragen, dass es faszinierender nicht sein könnte. So sehr, dass sie als gleichberechtigtes Mittel des schwermütigen Vortrags neben den feinfühligen puristischen Instrumentierungen erscheinen.
Stundenlang könnte ich ihnen aufmerksam lauschen. Orplid zeigen sich trotz aller künstlerischer Vielfältigkeit geradlinig und strukturbewusst, jeder gespielten Note ihrer Kompositionen vollkommen ergeben. Damit haben sie mich bis ins Mark berührt. "Sterbender Satyr" - ein wegweisendes und gleichfalls mutiges wie existenzielles Hörerlebnis von nachhaltiger Tiefe.
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ORPLID "Nächtliche Jünger" Legacy |
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„Die Lyrik des Duos genügt nicht nur höchsten literarischen Ansprüchen, sondern transportiert Gefühle in Worten, deren aufrichtige Schönheit dem Gros gegenwärtig textender Musiker völlig fremd zu sein scheint...und „Das Mädchen aus der Fremde“, eine Vertonung der gleichnamigen Verse Friedrich Schillers bündelt seine gesamte Berührungskraft und richtet sie auf diesen besonderen Punkt im Innersten des Zuhörers, der für Gänsehautschauer und Rührungstränen verantwortlich ist.“ |
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ORPLID "Nächtliche Jünger" Gothicworld |
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Sanft gezupfte Gitarrenklänge, die wie ein Nebel in der Ferne auftauchen, langsam nach vorne gleiten, eine dunkle Melodie mit sich bringend, die sakral, melancholisch und fast monumental daher kommt. Dann ertönen Stimmen. Stimmen wie man sie bisher eigentlich nur im Kirchenchor gehört hat.
So klar, so schön. Bariton und Baß in ihrer absoluten Vollendung, die in poetischer Sprachkunst von der Schönheit der Natur singen. Bilder herauf beschwören. Geheimnisvolle Strände, an sonnenbeschienen Meeren, uralt und gottgleich... ORPLID eben. So beschrieben in einem Gedicht von Eduard Mörike. ORPLID sind aber auch Uwe Nolte und Frank Machau, die sich der deutschen Dichtkunst verschrieben haben, so das sie nicht nur von antikem und religiösen Gedankengut singen, sondern eben auch mal Friedrich Schiller (Das Mädchen aus der Fremde) vertonen. ORPLID das ist Neofolk in seiner reinsten Form.
Sanft bis bombastisch, klagende Akustik- und E-Gitarren, streckenweise monumentale Klanggemälde, aber hin und wieder auch ein paar elektronische Spielereien. ORPLID das sind Naturimpressionen, sakrale Stimmungen und schlichte Gemütsbeschreibungen. Das sind einfache, aber nie langweilige Stücke, die in einer Klarheit und Schönheit daherkommen, wie ein herbstlicher Wald, sonnendurchflutet und voller Farben. ORPLID singen von alten Göttern und Erzengeln, von Winternächten und Stille. Wunderschön eben... |
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ORPLID "Nächtliche Jünger" Wavegothic |
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Es gibt nur wenige Bands deren Veröffentlichungen ich mit Spannung erwarte. Orplid ist eine dieser Bands. Einen ersten Einblick in "Nächtliche Jünger" gewährte vor gut zwei Jahren der folklore Liederschatz zum Wave-Gothik Treffen 2000 mit dem einfühlsamen Stück "Stille", welches sich in einer gereifteren Fassung unter dreizehn weitere Stücke reiht.
Besonders deutlich wird der "Reifeprozess", den Orplid vollzogen haben, an der Distinguiertheit, mit der Uwe Noltes mythengeschwängerte Texte vorgetragen werden. Ein Übermaß an Pathos möchte da mancher vielleicht attestieren, jedoch verhelfen die ehern klingenden Stimmen Stücken wie "Erzengel Michael" oder dem traumhaften Titelstück "Nächtliche Jünger" zu der angemessenen Erhabenheit.
Diese fußt allerdings nicht nur auf der stimmlichen Kraft, sondern ebenso sehr auf dem eindringlichen Zusammenspiel von Text und Ton, an dessen wohl akzentuierten Akustikgitarren, sagenhaften Klanglandschaften und dezentem Schlagwerk der abgegriffene Terminus Neo-Folk verblassen möchte. Mit dem Stück "Das Mädchen aus der Fremde" haben sich Orplid ein weiteres Mal dem Text eines deutschen Dichters angenommen. Kein geringerer als Friedrich Schiller (1759-1805) ist es, dessen Zeilen Nadine Spindler, deren Stimme bereits die Neuinterpretation von "Frühling" schmückte, themengerecht in Szene setzt.
Ein vielschichtiges Werk ist "Nächtliche Jünger" geworden, welches seine Bezauberung aus kraftvollen Folk-Stücken wie "Söhne des Ares", das bereits vom Prophecy-Sampler "To magic 2" bekannt ist, als auch dem kontemplativen Gestus von Liedern wie "Abendstern" schöpft.
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ORPLID "Orplid" Hammer Magazin |
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Es ist schmerzhaft zu erkennen, daß Schönheit wahrlich oft nur im Verborgenen gedeiht. ORPLID erschien bereits 1997, ohne das es über einen kleinen Kreis von Eingeweihten hinaus jemand gemerkt hat. Zum Glück gibt es eine zweite Chance in Form dieser mit drei zusätzlichen Liedern angereicherten Wiederveröffentlichung. Lieder, ja - nur diese Wort ist diesen 16 Kleinodien angemessen.
Bleibt mir fort mit euren "Songs" und "Tracks", dies ist keine Musik, die sich dem Diktat zeitgenössischer Rock- oder Metalästhetik unterwirft. Orplid beschäftigen sich mit einer faszinierend düsteren und poetischen Form moderner Folklore, in der Maultrommel und Flöte ebenso ihre Rolle spielen wie moderne elektronische Klangerzeuger.
Wo Bands wie In Extremo oder Subway To Sally mit klirrendem Metalbombast zur Reise in vergangene Zeiten rufen, beschwören Orplid die Geister, die auch heute noch durch unsere Augenwinkel spuken, wenn wir den Blick fest auf die Artefakte der modernen Zivilisation gerichtet durch unser Leben hasten. Draußen ist feindlich, suggerieren diese in ihrer akustischen Zartheit doch bedrohlich wirkenden Lieder und Gesänge; feindlich und doch wunderschön.
Vielleicht ist es ja wirklich nur die Sehnsucht nach einer anderen Welt, die mich diese Platte lieben läßt, aber eins steht fest: Selten hörte ich eine so lyrisch schöne unterschwellig beängstigende, altertümliche und doch moderne Platte. |
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ORPLID "Orplid" Wavegothic |
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Kraftvoller, epischer, tiefgehender und leidenschaftlicher NeoFolk wird hier geboten, der diesem Begriff schon gar nicht mehr gerecht werden will. Angefangen bei dem bombastischen Eingangsstück "Das Alte Jahrtausend" über das wunderschöne "Der König der Elfen" bis hin zu dem intensiven "Der Merseburger Rabe" verknüpfen Orplid geschickt alte Mythen und Volksweisheiten mit einigen Mittelalterfacetten und zeitlosen Arrangements.
Dabei versinkt man aber nie im sinnlosen Pathos sondern versteht es dem Hörer einen Schauer nach dem nächsten über den Rücken zu jagen. Fast rein akustisch ist die CD gehalten, wobei die Band jedoch zu keinem Zeitpunkt an Intensität verliert. Ein wirklich zeitentrücktes und essentielles Werk, welches noch durch verschieden Bonustracks aufgewertet wird. Besonders wer Empyriums "Where At Night The Wood Grouse Plays" zu lieben gelernt hat sollte sich Orplid zulegen, denn die Gitarrenarbeit und die Stimmung ähneln sich durchaus.
Doch auch ohne diesen Verweis sei jeder Liebhaber leidenschaftlicher und tiefsinniger Musik hiermit aufgerufen sich dieses Album zu zulegen. Hoffen wir, daß die Presse diesmal nicht so ignorant ist und dieses Werk zu würdigen weiß. Ich zumindest bin begeistert! |
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