|
100 weiche Wolkenschäfchen Trabten hin, vor Ewigkeiten, An dem Hange eines Berges Über saftig grüne Weiden.
100 weiche Wolkenschäfchen Hörten laute Stimmen nahen, Als erschreckt sie talwärts blickten, Viele Menschen sie dort sahen.
100 weiche Wolkenschäfchen Angsterfüllt hinunter schielten, Weil die Leute in den Händen Blitzeblanke Scheren hielten.
100 weiche Wolkenschäfchen Ahnten was die Diebe wollten Und warum, sie wie im Fieber, Gierig mit den Augen rollten.
100 weiche Wolkenschäfchen Blökten, wie aus tausend Kehlen: Niemand darf, mit keckem Finger, Unsre Wollgewänder stehlen!“
100 weiche Wolkenschäfchen Sprangen über Berg und Klüfte, Flohen vor den scharfen Scheren In die himmelblauen Lüfte.
100 weiche Wolkenschäfchen Sieht man noch in Sommertagen, Wenn sie mit den milden Winden Über Himmelswiesen jagen.
100 weiche Wolkenschäfchen Fürchten weder Schimpf, noch Scheren Und nur die Erwachsnen glauben Das am Himmel Wolken wären! |
|