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Lebendig war der Sommer; doch Sein Blütenrausch verging, Du aber schwelgst in Farben noch, Du schöner Schmetterling.
Ein Seelenhauch bist du, der still Auf blumenkargem Hain Vom Tage Abschied nehmen will, Im Abendsonnenschein.
Du Bote froher Leichtigkeit, Du atmender Saphir, Dein lichtdurchwebtes Farbenkleid War dieses Sommers Zier.
Verschwistert mit der Sonne Glanz, Mit ihrem Gold geschmückt, Wirkst du, bei deinem letzten Tanz Dem Leben längst entrückt.
Die Tage werden kürzer jetzt, Verwelken wird dein Hain, Dir können Wiesen, reifbesetzt, Nicht länger Heimstatt sein.
Fällt dürr, im Herbst, von Bäumen Laub, Schwebst melodienleicht Du weiter, tanzt wie Sternenstaub, Vom Welken unerreicht.
Schon hat Oktober nah bei dir Sein Fähnlein aufgepflanzt, Schon wallen Nebel im Revier, Du aber tanzt und tanzt.
Bald nahen Schatten, fassen dich, Und decken sanft dich zu; Ach, wie gern wäre heute ich Ein leichter Hauch wie du.
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