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Eine Hummel, dick und eitel, Lief mit stolz geschwellter Brust Und mit streng gekämmten Scheitel Durch die Lande im August. In dem Pelz mit gelben Streifen Wirkte sie sehr damenhaft, Ihre Hüfte tarnten Schleifen Auf der frohen Wanderschaft.
Sie, die schönste aller Hummeln, Keinen halben Daumen groß, Wollte diesen Tag verbummeln, Vogelfrei und sorgenlos. Pfeifend ging sie über Wiesen, Kullerte von Berg zu Tal, Wollte faulenzend genießen Jeden warmen Sonnenstrahl.
Und sie kletterte am Halme Einer Blume hoch geschwind, Die wie eine Kokospalme Raschelte im Sommerwind. Oben, auf der weichen Blüte, Sie ein Ruheplätzchen fand, Wippte träumend, etwas müde, Auf des Blütenkelches Rand.
Blinzelnd sah sie rings die Bienen, Die sich mühten, naß vom Schweiß, Närrisch sie ihr nur erschienen, Sie verlachte ihren Fleiß. Frech sie eine Biene neckte, Dann stibitzte sie ihr gar Ihren Nektar, den sie schleckte, Emsig, wie sie sonst nie war.
"Dieser Saft", die Biene summte, "Ist nicht deiner, den du nippst!" Doch die Hummel nur noch brummte, Sie war scheinbar schon beschwipst. Alle Farben wurden bunter Desto gieriger sie trank, Plötzlich wurde wahr ein Wunder; Sie hielt sich für groß und schlank!
Jede ihrer Wangen glühte, Einer Pfirsichfrucht sie glich. Torkelnd stand sie auf der Blüte, Sagte kühn und feierlich; "Ach, das ist ja alles Schummel, Was ich mit den Augen seh, Ich bin wahrlich keine Hummel, Sondern eine Märchenfee!"
"Abbradabbra" laut sie lallte, Dann fuhr sie noch lauter fort; "Cadablabla", mächtig hallte Durch die Welt ihr Zauberwort. Und sie lallte ohne Ende, Sehr geheimnisvoll sie tat, Schwang umher die kleinen Hände, Wirbelnd wie ein Mühlenrad.
Sie den Mond vom Schlaf erweckte, Nacht und Sterne sie beschwor, Weit sie ihre Arme streckte Und das Gleichgewicht verlor. Plumps-Pardauz! zur Erde nieder Fiel sie, einem Steine gleich, Jedes ihrer zarten Glieder Schmerzte und war butterweich.
Kleinlaut, ängstlich, ganz beklommen, Von dem großen Schrecken krank, Flüsterte sie noch benommen Von dem süßen Nektartrank; "Ja, was sollte auch der Fummel Mit der üblen Zauberei, Ich bin lieber eine Hummel, Sorgenlos und vogelfrei!" |
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